|
Beim Einsatz von rotierenden, elektrischen Instrumenten entsteht Reibungswärme. Dies ist ein umunstößliches, physikalisches Gesetz und kann auch durch Verwendung von sogenannten „heatless“ Schleifern nicht ausser Kraft gesetzt werden. Diese verringern zwar die enstehende Wärme, können aber nicht verhindern, daß der zu beschleifende Zahn weit über die physiologische Grenze hinaus erhitzt wird.
Diese Reibungswärme erreicht durchaus Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius, z.B. erkennbar bei der Rotverfärbung des Metalls beim Durchtrennen einer Eisenstange mit einer Flex.
Aus diesem Grunde wird im Bereich der humanen Zahnmedizin schon seit den 50iger Jahren Zahnsubstanz ausschließlich unter Wasserkühlung abgeschliffen, um Schädigungen zu verhindern.
Die Proteinstrukturen in Zähnen werden ab Temperaturen von ca. 42°Celsius verändert, wie z.B. erkennbar beim Kochen eines Eies. Man bedenke hierbei, daß eine so geringe Erwärmung (Normaltemperatur Pferd: 37,5°-38,5°) sich nur sehr schwer während einer Behandlung entdecken lassen würde und somit muß die Erwärmung von vorn herein durch Wasserkühlung ausgeschlossen werden.
|