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Behandlung
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Der Behandlung geht immer eine Untersuchung vorraus. Hierzu zählt zu allererst einmal das ruhige und verständnisvolle Herantreten an das Pferd. Ein guter Pferdedentalpraktiker ist unter Anderem auch dadurch zu erkennen, ob er/sie Horsemanshipqualitäten mit sich bringt und dem Pferd die Zeit gibt, die es ganz individuell braucht, um sich auf die ungewohnte Situation einzulassen. Niemals wird ein Pferd von einem guten Dentisten geschlagen! Durch Abtasten der ganzen Zahnreihen beider Kiefer am unsedierten Pferd wird der Befund aufgenommen. Ebenso wird der Zustand der Kiefergelenke durch abtasten in Erfahrung gebracht. Selbstverständlich wird der festgestellte Befund und Behandlungsvorschlag erklärt. Alle Fragen sind durchaus willkommen und werden natürlich beantwortet. All diese Eckdaten gehören zu einer gründlichen Untersuchung und sind Faktoren für die Dosierung des Sedationsmittels, um möglichst schonend, aber genügend sedieren zu können. Eine Sedierung darf nur von einem Tierarzt verabreicht werden. Eine Sedierung wird bei der Verwendung von elektrischen Schleifwerkzeugen unter Wasserkühlung in den meissten Fällen notwendig, damit das Pferd die Behandlung mit Maschinengeräuschen und Wasserspritzern so stressfrei wie möglich erleben kann und um eine möglichst schonende und präzise Behandlung zu gewährleisten. Ich setze elektrische Schleifgeräte, nur unter Wasserkühlung, zum Kürzen von Schneidezähnen und Entfernung Anomalien ein. Den Großteil der Behandlung nehme ich mit einem Spezialset von handgefertigten Raspeln (von Louis Pequin) vor.
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Eine Behandlung sollte immer mit einem beidseitigen Maulgatter durchgeführt werden, nie mit einseitigen Keilen (diese schädigen das Kiefergelenk durch einseitige Belastung) !
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Eine Routinebehandlung dauert ca. 45-60 Minuten und ist, in der Regel,einmal im Jahr erforderlich. Bei Pferden im Zahnwechsel sollte halbjährlich kontrolliert werden, ob der Wechselprozess ohne Probleme verläuft.
Zu einer Routinebehandlung gehören: • Eingehende, gründliche Befundsaufnahme (ohne Sedierung) und Erläuterung • Verwendung eines beidseitigen Maulgatters (Speculum) • Arbeiten unter Wasserkühlung der zu beschleifenden Zähne • Kürzen der Schneidezähne (bei Pferden ab ca. 4 Jahren) • Kürzen von Anomalien (Haken, Rampen, Meißel) • Ziehen von Wolfszähnen, Milchzahnkappen oder losen Zähnen • Runden der scharfen Kanten um 2-3mm in beiden Kieferhälften • Wiederherstellung von Balance, Funktion und Bewegungsfreiheit beider Kieferhälften
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